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VON DER MOSEL ANS MEER

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Ölands Norra Udde

Karte No: 624 SE im Kartensatz C Oskarsham - Landsort Eingang auf 57° 21´ 8 N, 17° 07 4 E

Auf einer meiner letzten Fahrten in die Schären habe ich eine Variante ausprobiert, die ich bisher immer vernachlässigt hatte. Das erste Mal sah ich die Lagune Norra Udde am nördlichen Ende von Öland, als wir von Kalmar kommend am Abend ostwärts laufend auf dem Weg nach Gotland waren. Damals von außen sah diese Bucht wie ein Traum aus. Innen lag ein großer, leerer Tanker auf Reede und die Ufer waren mit Schilf bewachsen.


Die Ansteuerung dieser Bucht ist nicht sonderlich schwierig, erfordert aber etwas Geduld, weil der Weg durch das flache Gewässer außerhalb und in der Bucht sich zieht wie Gummi. Nördlich des Leuchtturms erstreckt sich ein Flach, das für die Großschiffahrt durch eine nördliche Untiefentonne markiert ist. Wir schnitten diese Tonne zwar, hielten uns aber gut von der Küste frei. Östlich der Tonne kann man wieder Süd machen und auf die Ansteuerungstonnen zuhalten.  Diese Bucht liegt fast am Weg und wird daher wohl in Zukunft öfter angelaufen. Sie ist für Segler, die es etwas eiliger haben eine überlegenswerte Alternative zum Fläskösund auf der Westseite des Kalmarsundes.


Dort sind wir eingelaufen und fanden einen riesigen Binnensee mit zwei großen Seeschiffen auf Reede, aber außer den Schilf bestandenen Ufern, in deren Nähe es allerdings sehr flach und steinig ist, waren wir vom Rest, der sich uns bot, etwas enttäuscht. Trotzdem hat uns der herbe Charme dieser Bucht entschädigt. Attraktive Ankerplätze haben wir nicht gefunden, denn außerhalb des Fahrwassers ist es bis auf einige tiefe Stellen sehr flach und die möglichen Ankerstellen sind so weit von Land entfernt, dass es eigentlich keinen Spaß macht, dort zu bleiben. Wahrscheinlich sind wir auch von der Schönheit der weiter nördlich gelegenen Schären schon zu sehr verwöhnt. Auch der Anleger am südlichen Ende der Bucht ist in einem eher abstoßenden Zustand, - nur die alte Pier der Fähre, die schon lange nicht mehr verkehrt, bietet Platz zum Anlegen. Die Bucht bietet Schutz gegen Seegang von draußen, aber kaum Schutz gegen Winde aus Nord.


Ganz sicher aber wird man trotz eines in der Nähe liegenden Parkplatzes alle Ruhe der Welt genießen bis die Hafenmeisterin kommt und kassiert.


Der Weg südwärts nach Büxelkrok ist etwa 6 km. Wir sind ihn zu Fuß gegangen und haben die Küstenstrukturen am Ufer mit dem plattenförmigen Stein sehr genossen. Dieser Spaziergang ist wirklich empfehlenswert.

UPDATE ÖLANDS NORRA UDDE